Jun 112017
 

Es wird gerne die Behauptung aufgestellt, dass es, wenn man alle Kosten mit einbezieht, teuerer sei mit dem Auto zu fahren als mit der Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Da ich kein Auto besitze, sollte das auf mich ganz besonders zutreffen, denn ich muss mir ja jedes Mal einen Mietwagen nehmen. Trotzdem ist meine Erfahrung, dass diese Behauptung nicht stimmt. Zumindest dann, wenn man mit mehr als einer Person unterwegs ist.

Dazu ein aktuelles Beispiel (Nur das letzte von vielen, die ich schon vorher durchgerechent hatte):

Zwei Personen, von Essen nach Schaprode (auf Rügen) und dann weiter nach Hiddensee und zurück.

(Map provided by Google Maps)

Mit der Bahn:
Man fährt von Essen über Dortmund (Umsteigen) nach Bergen auf Rügen mit dem Zug. Von dort mit dem Bus nach Schaprode und dann mit dem Schiff weiter nach Hiddensee. Insgesamt muss man also dreimal umsteigen und jedes Mal besteht die Gefahr, dass man die Anschlußverbindung nicht erreicht.

Zurück geht es wieder mit dem Schiff von Hiddensee nach Schaprode, mit dem Bus nach Bergen und dann mit der Bahn über Hamburg Haarburg (Umsteigen) zurück nach Essen. Erneut muss man dreimal umsteigen.

Eine Person hat eine Bahncard 50, die andere nicht. Sitzplatzreservierung für beide Richtungen ist bei dieser Strecke wichtig.

Gesamtkosten: 424 Euro

Mietwagen

Wie schon geschrieben, habe ich kein eigenes Auto und lege die alltäglichen Strecken dem Fahrrad zurück. Spart Geld und hält wenigstens halbwegs fit. Außerdem spart man sich die nervige Parkplatzsuche.

Mietwagen miete ich immer von Europcar. Das ist zwar vielleicht nicht das günstigste Angebot, aber die Verleihstation ist 10 Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt. (Und zumindest Sixt ist teurer.)

Mietwagen der kleinsten Kategorie für eine Woche, dazu Sprit für 1400 km bei einem großzügig geschätzten Verbrauch von 8l/100km und 1,50 Euro pro Liter. Das Auto steht dann in Schaprode auf einem gebührenflichtigen Parkplatz für 2,50 Euro pro Tag rum und wir fahren wie oben mit dem Schiff nach Hiddensee.

Gesamtkosten: 429 Euro

Alternativ hätte ich auch zweimal Einwegmiete nach Bergen nehmen können und statt des Parkplatzes den Bus bezahlen können. Preislich wäre das egal, aber nochmal unbequemer. Also dann lieber bequem.

Wenn ich jetzt statt des Mietwagens einen eigenen PKW hätte, also die 198 Euro für die Woche Miete sparen würde, käme ich nochmals günstiger weg. Das Auto kostet sowieso Geld, auch wenn ich mit dem Zug fahre, also darf ich diese Unterhaltskosten nicht aufrechnen.

Gesamtfahrzeit tut sich auch nicht viel.

Und das ist wohlgemerkt inklusive Mietwagen! Auch beim Spritverbrauch und -preis habe ich großzügig aufgerundet (aktuell hier in Essen: ca. 1,30 pro Liter Super E5).

Kein Wunder, dass keiner mit der Bahn fährt, der sowieso einen PKW hat. Und wenn dann noch Kinder dazu kommen, ist der PKW eindeutig billiger.

Fazit:
Die Aussage, dass es günstiger ist mit der Bahn zu fahren als mit einem Mietwagen stimmt schlichtweg nicht. Zumindest nicht signifikant. Und wenn es schon für einen Mietwagen nicht stimmt, dann stimmt es für den eigenen PKW schon mal gar nicht.

Wenn jemand glaubt mir meinen Denkfehler / Rechenfehler nachweisen zu können, kann er gerne einen Kommentar im zugehörigen Post auf Goggle+ oder Twitter hinterlassen.

[German only] Universeller Einkaufsgutschein

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Dec 192015
 

Mir geht es ziemlich auf den Keks, dass in letzter Zeit alles per Gutschein bezahlt werden soll bzw. immer wieder Einkaufsgutscheine als Geschenk gewünscht werden. Einkaufsgutscheine haben eigentlich nur Nachteile:

  • Ein Gutschein ist an den Aussteller gebunden und wird nur von ihm eingelöst.
  • Wenn man einen Gutschein nur teilweise einlöst, bekommt man wieder einen Gutschein, der wieder die gleichen Nachteile hat.
  • Gutscheine sind maximal 3 Jahre gültig.
  • Wenn der Aussteller pleite geht, werden Gutscheine wertlos.
  • Viele Gutscheine sind nur unzureichend gegen Betrug geschützt.
  • Einen Gutschein muss man sich erstmal ausstellen lassen.
  • Teilweise sind Gutscheine nicht übertragbar (obwohl das eigentlich unzulässig ist).

Dabei ist das alles völlig unnötig, denn es gibt schon seit Jahrhunderten universelle Einkaufsgutscheine, Bargeld genannt. Sie haben keinen der o.g. Nachteile, sind also z.B. unbegrenzt gültig und können überall eingelöst werden.

Aus diesem Grund habe ich das die folgende Anleitung zum universellen Einkaufsgutschein geschrieben. Sie bezieht sich auf den weit verbreiteten universellen Einkaufsgutschein der Vereinigten Staaten von Amerika, genannt US-Dollar.


Ihr universeller Einkaufsgutschein

Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des universellen Einkaufsgutscheins der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie haben ein Qualitätsprodukt mit jahrhundertelanger Geschichte erworben. Wir möchten Ihnen im Folgenden einige Hinweise zu dessen Verwendung geben.

Der beiliegende universelle Einkaufsgutschein wird in allen Geschäften in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie weltweit vielen weiteren Annahmestellen akzeptiert. Er kann für Einkäufe zum aufgedruckten Wert in US-Dollar verwendet werden. Restguthaben werden in weiteren universellen
Einkaufsgutscheinen oder ggf. auch Wertmünzen ausgegeben, die ihrerseits wieder wie der originale universelle Einkaufsgutschein verwendet werden können. Der universelle Einkaufsgutschein ist frei auf andere Personen übertragbar und unbegrenzt gültig. Es ist auch möglich, den universellen Einkaufsgutschein in Bargeld (z.B. Euro) umzutauschen, dabei werden ggf. Wechselgebühren fällig. Der Aussteller des universellen Einkaufsgutscheins – die Vereinigten Staaten von Amerika – garantieren dessen Einlösung.

Hier noch einmal Ihre Vorteile auf einen Blick:

andere Einkaufsgutscheine universeller Einkaufsgutschein
Akteptanz Herausgeber fast überall
Gültigkeit 3 Jahre ab Ausstellung unbegrenzt
Barauszahlung in der Regel nicht möglich jederzeit möglich
Übertragung begrenzt möglich jederzeit möglich

Weiterführende Informationen:

Deutsch:QRCode-US$-Deutsch

Englisch:QRCode-US$-Englisch


Ich stelle diese Anleitung hiermit zur freien Verwendung als Download zur Verfügung und zwar als Open Office Text und PDF.

[German only] Fahrradbeleuchtung

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Sep 132014
 

Es wird wieder dunkel, und so allmählich braucht man auch zu normalen Radfahrzeiten wieder Licht. Seit einiger Zeit sind laut STVZO batteriebetriebene Lampen auch für normale Fahrräder zugelassen, sofern sie einige Bedingungen erfüllen. Passend dazu hatte Aldi Nord am 11.8.2014 die Pedaluxx LED Fahrradbeleuchtung im Angebot. Ich habe zugegriffen, weil ich dachte, dass man für 9,99 Euro nicht allzuviel verliert, wenn sie nichts taugt.

Die Lampen an sich sind ganz OK, auch wenn es ziemlich verwirrend ist, dass die Lade-Kontrolleuchte der Frontlampe an geht, wenn die Batterien gewechselt werden sollen, die des Rücklichts hingegen geht dann aus.

Die Halter allerdings sind ziemlich wacklig. Ich bin mir sicher, dass sie nicht lange halten werden. Schon bei der Montage der Halterung für die Frontlampe habe ich bemerkt, dass sich das dünne Plastik, in dem die Schraube halten soll, nach außen verbiegt.

Ich hatte vorher (bevor mir das Fahrrad komplett geklaut wurde) eine andere (aber auch deutlich teurere) Frontlampe, damals noch ohne STVZO-Zulassung, deren Halter bombenfest sass. Leider gibt es die nicht mehr zu kaufen.

Batterien (8x AAA) waren dabei, aber ich werde sie, sobald sie leer sind, durch Akkus ersetzen.

Man sollte vielleicht erwähnen, dass die neue Fassung der STVZO zwar batteriebetriebene Lampen erlaubt, man diese allerdings nach STVO bei der Benutzung des Fahrrads (also auch tagsüber) montiert haben muss. Mitführen alleine reicht nicht. Genaugenommen ist es sogar noch schlimmer: Die Leuchten müssen “fest” am Rad montiert sein, danach wären Ansteckleuchten gar nicht zulässig. Ob das so ist, ist noch nicht endgültig geklärt.

Mir persönlich ist es ziemlich egal, was diese Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung sagen. Mir ist wichtig, dass ich im Straßenverkehr gesehen werden, denn ich möchte gerne noch ein paar Jährchen leben und ich weiß, wie schlecht Radfahrer ohne Licht in der Dämmerung zu sehen sind. Deshalb werde ich diese Beleuchtung testen und verwenden, wenn sie ihren Zweck erfüllt. Wenn nicht, muss eine andere her, Zulassung oder nicht.

Vielleicht noch ein Hinweis: Anders als früher sind Fahrradlampen heute so hell, dass sie entgegenkommende Verkehrsteilnehmer blenden, wenn sie falsch eingestellt sind. Die Frontlampe muss so eingestellt sein, dass ihr Leuchtkegel die Straße max. 15 m vor dem Fahrrad beleuchtet. Mir kommen in letzter Zeit leider immer wieder andere Radfahrer entgegen, deren Licht viel zu hoch gestellt ist.

(STVO = Straßenverkehrsordnung, STVZO = Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung)

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