Beinahe-Unfälle und gefährliche Situationen

 

Als Radfahrer gerät man im Straßenverkehr immer wieder unverschuldet in gefährliche Situationen oder sogar Beinahe-Unfälle. Ich habe den Eindruck, dass mir das in den letzten Jahren immer öfter passiert. Deshalb werde ich hier eine Liste führen, um evtl. einen Trend festzustellen. Die Liste beginnt am 2018-07-25.

DatumOrtBeschreibung
2018-07-25Heegstraße Ein (Klein-)Autotransporter überholt mich und schert kurz vor mir rechts ein, weil er den Gegenverkehr nicht beachtet hat. Ich muss bremsen, um einen Unfall zu vermeiden. Diese Art von rücksichtslosem Überholmanöver ist an dieser Stelle leider ziemlich häufig, gerne auch durch Gelenkbusse, die regelmäßig unterschätzen, wie viel Platz sie brauchen, um vor mir wieder einscheren zu können.
2018-07-26Oskar-Pannen-Straße Ein entgegenkommender PKW hält auf der durch parkende Autos eingeschränkten Fahrbahn voll auf mich zu, so dass ich gezwungen bin, meinen Sicherheitsabstand zu den rechts (verbotenerweise auf dem Bürgersteig) parkenden Autos auf 0 zu reduzieren um ihn vorbeizulassen. Auf der gegenüberliegenden Seite war eine Lücke in den parkenden Autos, die es ihm problemlos ermöglicht hätte, mich vorbeizulassen (wie die StVO es verlangt). Ich wäre ja schon zufrieden gewesen, wenn er die Geschwindigkeit verringert hätte.
2018-07-26PreisstraßeEin PKW fährt kurz vor mir aus der Parktasche, so dass ich scharf bremsen muss, um einen Unfall zu vermeiden.
2018-07-26ZechenstraßeEin PKW kommt mir (und einem vor mir fahrenden PKW) in der Einbahstraße in falscher Richtung entgegen. Der PKW vor mir muss bremsen und weiter nach rechts fahren. Ich muss ebenfalls bremsen, um einen Unfall mit diesem PKW zu vermeiden.
2018-08-01HeegstraßeEin LKW fährt rechts vom Hof und missachtet dabei meine Vorfahrt. Ich muss bremsen, um eine Kollision zu vermeiden
2018-08-01HeegstraßeAn der Kreuzung mit Alte Bottroper Straße fahre ich geradeaus, ein PKW-Fahrer ist anscheinend der Meinung, ich müsse rechts abbiegen (ich habe kein Handsignal gegeben, da ich ja geradeaus fahre) und fährt knapp vor mir auf die Rechtsabbiegerspur. Ich muss anhalten um einer Kollision zu entgehen.
2018-08-03ZechenstraßeGefährlich nur, weil ich kurz davor war, dem Fahrer eine in die Fresse zu hauen:
In der Zechenstraße geht rechts ein ausgeschilderter Radwanderweg (also ohne blaues Schild) ab. Dort ist der Bordstein abgesenkt, damit man ihn besser erreicht. Just an dieser Stelle parkte jemand, um mit Frau und Hund einen Spaziergang zu machen. Meine relativ freundliche Frage, ob er denn unbedingt dort parken müsse, schließlich sei das eine Auffahrt zum Radwanderweg, beantwortete er mit "Reg' dich nicht so auf!". Da ich es absolut nicht mag, wenn mich Wildfremde duzen, hielt ich an und versuchte ihm klar zu machen, dass ich mich vielleicht zu Recht aufregte. Der Wortwechsel artete ziemlich schnell aus. Er fühlte sich offensichtlich im Recht und führte so gar ein Tänzchen auf (ja wirklich), um zu zeigen, wie wenig ihn meine Sichtweise interssierte. Ich war wie gesagt kurz davor, ihm eins in die Fresse zu geben, konnte mich aber gerade noch zurückhalten. Leider fiel mir nicht ein, ihn zu fragen, ob er er denn keine Angst vor einer Beschädigung an seinem Auto habe, wenn er so parke. Das hätte ihm vielleicht ein bisschen was zum Nachdenken gegeben.
(Nein, ich beschädige nicht mutwillig falsch parkende Autos, auch wenn ich manchmal durchaus Lust dazu hätte.)
2018-08-30diverseEnde der Sommerferien. Alle sind wieder da und haben im Urlaub anscheinend verlernt, wie man zivilisiert fährt. Ich hatte mehrere gefährliche Begegnungen, aber habe versäumt sie zeitnah aufzuschreiben. Mir wurde die Vorfahrt genommen, ich wurde mit ungenügendem Abstand überholt (einmal von einem Bus der EVB, nicht zum ersten Mal). Außerdem stehen wieder überall PKWs im Parkverbot und auf Bürgersteigen herum. Besonders fallen mir die SUVs auf, die im Bereich von Kreuzungen auf dem Bürgersteig parken und die Sicht behindern (über normale PKW kann man als Radfahrer ja hinwegschauen, SUVs sind dazu zu hoch).
2018-09-11HeegstraßeMal wieder muss mich einer dieser Stadtpanzer ("Sports and Utility Vehicle (SUV)") unbedingt überholen, kurz bevor er ca. 50m weiter rechts in die Straße Schacht Neu Coeln abbiegt. Und wie nicht anders zu erwarten, macht er das mit gefühlten 5 cm Abstand. Die Kurve beim Abbiegen nimmt er dann noch viel zu schnell, ich hatte Angst, dass die Karre umkippt. Zum Glück ist nichts passiert, sonst hätte ich diesem minderbemittelten Untermenschen möglicherweise auch noch Erste Hilfe leisten müssen.
2018-09-12GermaniastraßeHeute ist mir ein Opel Corsa mehrfach aufgefallen. Das erste Mal war es an der Einmündung des Wolfsbankrings in die Wolfbankstraße. Dort hat der Querverkehr Vorfahrt. Der Corsa wollte links abbiegen und hat sich dort so dermaßen dämlich auf die Straße gestellt, dass abbiegener Querverkehr nur mit Mühe um ihn herumfahren konnte. Kurz darauf begegnete er mir wieder, als ich in der Fortsetzung der Wolfbankstraße von rechts auf die Germaniastraße auffuhr. Der Fahrer hat tatsächlich abgebremst und mir die Vorfahrt gewährt. Das hat ihn aber anscheinend dermaßen irritiert, dass er mich kurz danach überholen musste. Dabei hat er nicht auf den Gegenverkehr geachtet und musste schon kurz vor mir wieder nach rechts ziehen. Ich habe das nur unbeschadet überstanden, weil ich das rechtzeitig erkannt und abgebremst habe. 100m weiter stand der Corsa dann vor mir an der nächsten Ampel, sein Überholvorgang hat also nicht nur mein Leben gefährdet sondern ihm auch so gut wie nichts gebracht. Das ist leider ein Muster, das ich sehr häufig sehe.
2018-10-05HeegstraßeEin Fahrschul-PKW (vermutlich mit einem Fahrschüler am Steuer) lässt sich erst sehr lange Zeit mit dem Überholen und merkt dann, während er noch neben mir ist, dass Gegenverkehr kommt. Was macht man? Natürlich sofort nach rechts ziehen, egal. ob da ein Radfahrer ist oder nicht.
Nur gut, dass ich schon vorher bemerkt hatte, dass da jemand seltsam fährt und dann sofort eine Vollbremsung hingelegt habe, sonst wäre ich jetzt vermutlich im Krankenhaus oder gar tot.
Nicht, dass das Auto evtl. angehalten hätte um sicherzustellen, dass mir nichts passiert ist. Nein, der ist einfach weitergefahren. Ich hoffe, dass der Fahrlehrer wenigstens anschließend seinen Schüler zur Sau gemacht, aber ich würde nicht darauf wetten.